Bologna überraschte die Rossoneri, besiegte Milan im Tardini mit 3:0 und holte das Team nach zehn Jahren zurück nach San Siro. Unterdessen beendete Inter das Spiel gegen Venezia mit einem Ergebnis von 2:0, allerdings nur dank zweier glücklicher Eigentore. Die beiden Spiele, die den Tag des Fußballs markierten, machten die Schwächen einer Reihe von Mannschaften deutlich und hatten auch Auswirkungen auf die politische Landschaft des italienischen Fußballs.
Bei Bologna führte Trainer Stefano Pioli ein konstantes Angriffsgeschehen an. Zaniolo, Davis, Ekkelenkamp und Unai Gómez erspielten sich zahlreiche Chancen, doch die gelb-blaue Abwehr und die Präzision vor dem Tor verhinderten jegliche Tore. Milan, das zu Hause bereits Schwierigkeiten hatte, verlor sein erstes Ligaspiel und zeigte seine Grenzen, wenn es auf Kontinuität ankommt. Das Ergebnis brachte Bologna in eine vorteilhafte Tabellenposition und bestätigte seine Solidität als Auswärtsteam.
Unterdessen hatte Parma ein schwieriges Spiel gegen Udinese. Die Parma-Mannschaft hatte in der 68. Minute die Chance, ein Tor zu erzielen, als Bernabé vom Elfmeterpunkt schoss, doch Okoye parierte den Elfmeter und sorgte so für ein ausgeglichenes Spielgeschehen. Udinese erwies sich mit einer guten Leistung im Tardini als schwer zu besiegender Gegner, doch Parma konnte die Chancen nicht nutzen.
Inter hatte gegen Venezia ein komplexeres Spiel. Das Endergebnis war 2:0, allerdings musste Inter mit zwei glücklichen Eigentoren von Moreno und Halhal rechnen. Während des Spiels erlitt Inter einen Lattentreffer, zwei nicht anerkannte Tore und eine von Busio vergebene Chance. Venezia protestierte insbesondere gegen einen Zusammenstoß zwischen Carlos Augusto und Sohm, der zum Spielstand von 0:1 führte. Inter verteidigte zwar seinen Sieg, aber das Spiel zeigte die Schwierigkeiten der Mannschaft.
Unterdessen wurde die Politik des italienischen Fußballs in Frage gestellt. Adriano Galliani ist im Rennen um das Amt des neuen Präsidenten der FIGC. Seine Kandidatur wird voraussichtlich morgen vorgestellt. Gallianis Kandidatur wurde von mehreren Vereinen der Serie A unterstützt, darunter Bologna, Frosinone, Lecce, Roma, Monza, Fiorentina, Neapel, Turin, Genua und Udinese. Wenn sich Como der Kandidatur anschließt, gibt es 11 Unterschriften, die Mindestanzahl für die Kandidatur aus der Serie A. Gallianis Kandidatur hat einen Wert von 18 %, während die Lega Nazionale Dilettanti einen Wert von 34 % und die Serie B einen Wert von 6 % hat. Gallianis Kandidatur wird immer noch diskutiert, aber es ist klar, dass seine Kandidatur den Bedürfnissen des italienischen Fußballs entspricht.