Fulham erlitt eine schmerzhafte Heimniederlage gegen Aufsteiger Ipswich Town, ein Ergebnis, das die Siegesserie des Vereins in der Premier League auf sechs Spiele verlängert und ihn weiter in die Abstiegszone drängt. Bei dem Spiel, das im Craven Cottage ausgetragen wurde, gingen die Gastgeber durch Ryan Sessegnons Treffer in der 55. Minute mit 1:0 in Führung, doch in den letzten Minuten gelang den Gästen ein dramatisches Comeback. Abdoul Ouattara glich in der 88. Minute aus 30 Yards aus, und ein Kopfball von Dara O’Shea in der zweiten Minute der Nachspielzeit besiegelte den 2:1-Sieg für Ipswich.
Durch die Niederlage liegt Fulham sieben Punkte hinter dem Safety-Zone-Klub und muss sich Trainer Álvaro Arbeloa zunehmender Kritik stellen. Arbeloa, ein ehemaliger Trainer von Real Madrid, bestritt, dass er den Druck verspüre, und bekräftigte, dass er sich eher auf die Leistung der Mannschaft als auf seine eigene Position konzentriere. „Ich mache mir nie Sorgen um meine Position. Ich habe keine Angst. Man kann kein Trainer sein, wenn man sie verspürt“, sagte er, nachdem er dem Ipswich-Manager Gary O’Neil die Hand geschüttelt hatte. Er fügte hinzu, dass er mit den Leistungen der Spieler zufrieden sei und dass die Priorität des Vereins darin bestehe, in den verbleibenden Spielen Punkte zu holen. „Es geht nicht um meine Position, es geht um die Position von Fulham. Das ist das Wichtigste“, sagte Arbeloa und wies darauf hin, dass der Verein vor seinem Besuch in Hull noch eine Woche Zeit hat, sich neu zu formieren.
Arbeloa dachte auch über seine Erfahrung im Umgang mit Druck nach und verwies auf seinen Hintergrund auf höchstem Fußballniveau. „Vielleicht kennen Sie mich nicht, aber ich habe für die beste Mannschaft der Welt gespielt. Ich habe die beste Mannschaft der Welt trainiert. Druck gehört seit meiner Kindheit zu meinem Leben“, erklärte er. Er betonte, dass es für jeden, der mit dem Sport zu tun habe, normal sei, mit Kontrollen umzugehen, und dass er sie als motivierenden Faktor ansehe.
Der Sieg von Ipswich ist der erste in dieser Saison und der Vereinsmanager lobte die Widerstandsfähigkeit der Mannschaft. „Ich bin stolz auf die Spieler und stolz auf die Art und Weise, wie wir das Spiel beendet haben“, sagte Gary O’Neil. Er hob die Beiträge der Ersatzspieler Chuba Akpom und Jack Clarke hervor, die in der Schlussphase zum Sieg beitrugen. O’Neil bemerkte auch, dass die Mannschaft von Fulham fitter zu sein schien als der Gegner, aber der späte Vorsprung der Gäste erwies sich als entscheidend.
Die Niederlage ist für Fulham die vierte Saisonniederlage in der Liga und das vierte Gegentor nach der 75. Minute nach Niederlagen gegen Sunderland, Crystal Palace und Manchester United. Da der Verein nun weiter von der Sicherheit entfernt ist, verlagert sich der Fokus auf das bevorstehende Spiel gegen Hull City, wo sich die Mannschaft neu formieren und Punkte sammeln muss, um einen längeren Abstiegskampf zu vermeiden.
