Matteo Gabbia, 1999 geborener Milan-Verteidiger, erlitt im Spiel gegen Sassuolo eine neue Verletzung. Nachdem er bereits 16 Minuten nach Spielbeginn verletzt ausgeschieden war, beschloss der Trainer, ihn einer Reihe instrumenteller Tests zu unterziehen. Die Ergebnisse zeigten eine Läsion des linken Oberschenkelbeugemuskels mit teilweiser Sehnenbeteiligung. Anschließend wird der Spieler einer Fachberatung unterzogen, um den am besten geeigneten Therapieweg festzulegen, der einen chirurgischen Eingriff umfassen kann oder nicht.
Den Prognosen zufolge wird Gabbia etwa drei bis vier Monate ausfallen müssen, ähnlich lange wie die erwartete Zeit für Abwehrtrainer Saelemaekers. Beim Facharztbesuch wird entschieden, ob eine konservative Therapie ausreicht oder ob eine Operation notwendig ist. Unabhängig von der Behandlung wird Gabbias Rückkehr erst im Jahr 2027 erwartet, so dass Milan für den Rest des Jahres 2026 keinen wichtigen Defensivspieler mehr haben wird.
Durch den Pass von Gabbia wird Milans aktueller Defensivkader auf Pavlovic, Mario Gila und De Winter reduziert, wobei Tomori eher aus Gründen der Verfügbarkeit als aus Gründen des Selbstvertrauens wieder eingesetzt wird. Die jungen Diawara und Filippo Terracciano könnten als rechte Optionen in einer Dreierformation eingesetzt werden. Das Fehlen eines starken Innenverteidigers bringt Trainer Amorim bereits in Bedrängnis, der die Hinrunde mit einer ohnehin geschwächten Abwehr antreten muss.
Die Situation deutet auf eine mögliche Wiederaufnahme des Wintertransfermarktes hin, mit dem Ziel, die Abwehr zu stärken. Milan könnte sich auf einen Neuzugang konzentrieren, etwa auf Gonçalo Inácio von Sporting CP, der bereits im Sommer Gegenstand des Interesses ist, oder sich nach einem freien Verteidiger umsehen. Welche Entscheidung auch immer getroffen wird, es wird entscheidend sein, die Mannschaft zu konsolidieren und für den Rest der Saison eine stabilere Verteidigung sicherzustellen.
