Am zehnten Spieltag der Ligue2 verlor der FC Nantes bei Geoffroy-Guichard mit 0:1 gegen ASSE, doch der Abend war vor allem von den taktischen Entscheidungen von Trainer Grégory Poirier geprägt. Schon vor dem Anpfiff erregten mehrere Entscheidungen die Aufmerksamkeit von Fans und Medien.
Poirier ließ LucasPerrin, der es gewohnt war, die Kapitänsbinde zu tragen, auf der Bank zurück. Stattdessen erhielt Ibrahima Sissoko das „Mann des Teams“-Trikot. In der anschließenden Pressekonferenz erklärte der Trainer, dass Perrin kein Stammspieler sei und dass Sissoko dank seiner Positionierung und Erfahrung die beste Wahl sei, um die Spieler auf dem Platz zu führen. Er begründete auch Perrins Abwesenheit beim Anpfiff damit, dass der Verteidiger „Frische“ brauche und die Entscheidung rein taktischer Natur sei.
Auch die Entscheidung, die Armbinde nicht an Frédéric Guilbert, den Startverteidiger anstelle von Perrin, abzugeben, war ein Diskussionspunkt. Guilbert, der das Trikot zu Beginn der Saison trug, wurde für diese Rolle nicht ausgewählt, was Fragen zur Hierarchie der Kapitäne im Verein aufwarf. Poirier entschied sich für Sissoko und verwies auf seine Erfahrung als entscheidenden Faktor.
Auf sportlicher Ebene war die Verteidigung von Nantes insgesamt solide, doch die Kanaren unterlagen in der 90. Minute und ASSE konnte mit 1:0 siegen. Das Spiel zeigte, dass Poiriers Entscheidungen seit seiner Ankunft fließend geblieben sind, was darauf hindeutet, dass die Rolle des Kapitäns noch nicht in Stein gemeißelt ist.
In Zukunft werden die Fans abwarten, wie der Trainer die Zusammensetzung der Mannschaft und die Verteilung der Führungsaufgaben anpasst. Die nächsten Spiele von Nantes werden entscheidend dafür sein, Poiriers Strategie zu bestätigen und zu bestimmen, wer in den kommenden Duellen wirklich die Armbinde tragen wird.
