Während der Pressekonferenz am Abend vor dem Spiel gegen Sassuolo erläuterte Milan-Trainer RubenAmorim seine taktischen Entscheidungen und die Marktaussichten für das Team. Der Manager erklärte, warum er sich in den ersten fünf Spielen der Saison für eine Vier-Mann-Verteidigung entschieden hatte, und betonte die größere Mobilität und Freiheit, die diese Aufstellung den Spielern bietet. Amorim erwähnte auch die Situation einiger Leihspieler wie Athekame und betonte, dass ihre Entwicklung langfristig beobachtet werde.
Amorim erläuterte, dass die Wahl der vierköpfigen Verteidigungslinie auf seiner Beobachtung beruhte, dass gegen Benfica ein besserer Ballbesitz herrschte, es ihm aber an Flüssigkeit mangelte. „Eine Änderung war nicht nur notwendig, um besser zu spielen, sondern auch, um die Art und Weise zu ändern, wie wir an das Spiel herangehen“, sagte er und fügte hinzu, dass die Vier-Mann-Struktur ein Werkzeug sei, das der Mannschaft zum Sieg verhelfe. In Bezug auf Leihspieler berichtete er, dass er Athekame zu Beginn der Saison eher als Moreira sah und dass sich seine Situation ändern könnte, der Fußball jedoch immer im Wandel sei.
Zum Thema interne Kommunikation äußerte Amorim seine Frustration über die Schwierigkeit, mit Clubmitarbeitern Italienisch zu sprechen. Er gab zu, dass er sich wohler fühlen würde, wenn er ein anderer Mitarbeiter wäre, betonte jedoch, dass er nach den Spielen immer noch mit Präsident Capello interagieren müsse. „Ich kann nicht zulassen, dass meine Worte ausgenutzt werden“, sagte er und betonte, wie wichtig es sei, sich bei der täglichen Arbeit wohl zu fühlen.
Was die junge Abwehr angeht, sprach der Trainer über Camarda, der bisher erst acht Minuten gespielt hat. Amorim gab an, dass der Spieler in den kommenden Wochen mehr Platz erhalten wird, insbesondere angesichts der Bedeutung der Vorbereitung auf die Spiele im Dezember. „Camarda lernt viel und ist bereit, mehr Minuten zu spielen“, sagte er und bekräftigte sein Vertrauen in das Talent des jungen Verteidigers. Er betonte auch, dass es wie bei den Nationalmannschaften notwendig sei, den Kader zu rotieren, um die Frische der Spieler zu erhalten.
Abschließend bekräftigte Amorim, dass sein Hauptaugenmerk weiterhin auf den geplanten Spielen liegt. „Ich habe keine Zeit, über den Dezember nachzudenken, mein Ziel ist es, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen“, schloss er. Während die Saison noch läuft, bereitet sich Milan darauf vor, das Beste aus den verfügbaren Ressourcen zu machen, während der Trainer weiterhin die ausgeliehenen Spieler überwacht und die nächste Transferphase plant.
