Das San-Siro-Derby vom 26. Oktober 2005 blieb vor allem wegen Tottis Tor und den beiden Platzverweisen im Finale in Erinnerung. Inter heißt Roma zu Hause willkommen und bereits in der dreizehnten Minute durchbricht Vincenzo Montella die Sackgasse mit einem Tor, das die Giallorossi-Mannschaft in Führung bringt. Doch nach einer halben Stunde nimmt das Spiel eine spektakuläre Wendung: Romas Kapitän Francesco Totti nimmt den Ball im eigenen Rückraum, geht an Cambiasso vorbei, weicht Ze Maria aus und schlägt wenige Meter vor dem Strafraum mit einem zarten Lupfer unter den Ball, der am Zampierino von Julio Cesar vorbei geht und das 2:1 für die Giallorossi erzielt. Das Tor wurde vom gesamten Publikum mit Applaus begrüßt.
In der zweiten Halbzeit gab Roma nicht auf: Ein Elfmeter von Totti in der x-ten Minute, gefolgt von einem weiteren Elfmeter von Adriano, der dann zwei Tore ins Netz schoss, brachte die Mannschaft auf 3:2. Das Endergebnis war 2:3 zugunsten der Roma. Das Spiel war sehr spannend, insbesondere als Juan Sebastián Verón und Totti aufeinandertrafen. Der Argentinier versetzte dem Giallorossi-Kapitän eine Ohrfeige, die ihn zu Boden fallen ließ. Der Schiedsrichter zeigte beiden Spielern die Rote Karte, dennoch blieb das Spiel ein echtes Spektakel.
Die weiteren Torschützen waren Montella (13. Minute) und Totti (30. und 47. Minute), während für Inter Julio Cesar und Cordoba Samuel, Materazzi, Favalli (90. Solari) und Zé Maria (46. Adriano) punkteten. Roma-Trainer Luciano Spalletti startete mit Doni, Panucci, Kuffour, Chivu, Cufré, De Rossi und Perrotta auf dem Platz und ersetzte Mancini (78.) durch Dacourt, Totti, Taddei (84.) durch Mexes, Montella (60.) durch Nonda. Inter, angeführt von Roberto Mancini, hatte Doni, Panucci, Kuffour, Chivu, Cufré, De Rossi und Perrotta auf dem Platz, Ersatzspieler waren Solari, Zé Maria und andere.
Mit diesem Ergebnis rückt Roma näher an die Tabellenspitze heran, während Inter weiterhin auf einer niedrigeren Position bleibt. Das Spiel lieferte nicht nur ein denkwürdiges Tor von Totti, sondern fügte auch ein neues Kapitel in der Legende von Romas Nummer zehn hinzu, während die doppelten Platzverweise ein Zeichen von Spannung und Rivalität hinterließen, das bis zur letzten Minute anhielt.