José Mourinho verzichtete nach dem 1:0-Sieg von Real Madrid über Villarreal auf die Pressekonferenz nach dem Spiel, was Spekulationen über die Beweggründe des Trainers auslöste. Im LaLiga-Spiel sicherte sich Madrid alle drei Punkte, doch der Sieg wurde durch einen kontroversen Vorfall getrübt, bei dem Vinícius Júnior ein Tor wegen einer Haarentfernung nicht anerkannt wurde und er daraufhin vom Platz gestellt wurde. Die Entscheidung war im Bernabéu frustriert und Mourinho distanzierte sich schnell vom Ligaspiel.
Als Mourinho auf der Pressekonferenz am Dienstag vor Madrids Champions-League-Spiel gegen den AS Rom gefragt wurde, lehnte er es ab, sich zum Spiel gegen Villarreal zu äußern. Er sagte Reportern: „Nichts, nichts“ und fügte hinzu, dass es sich bei dem Spiel um ein Ligaspiel und nicht um ein Champions-League-Spiel handele und es daher nicht einer Diskussion wert sei. Als Journalisten ihn weiter bedrängten, schlug Mourinho vor, dass jeder, der sich für den Vorfall interessierte, „sich die erste Minute des Spiels ansehen“ sollte, um den Kontext zu verstehen, was implizierte, dass eine tiefergehende Analyse unnötig sei.
Mourinho hat sich seit seiner Rückkehr nach Madrid im Sommer lautstark zu Schiedsrichterentscheidungen geäußert. Nach dem Derby im letzten Monat brachte er einen Ausdruck von zwei wichtigen Vorfällen mit, die seiner Meinung nach zu Lasten seiner Mannschaft gegangen waren. Er warf dem Schiedsrichter vor, dem Druck nicht standhalten zu können, und lobte das spanische Schiedsrichterkomitee. Auf die Frage nach seinem Vertrauen in die Champions-League-Schiedsrichter sagte er, er vertraue ihnen, fühle sich aber unwohl, wenn die Schiedsrichter drei Wochen vor einem Spiel und nicht 24 Stunden im Voraus bekannt gegeben würden.
Das bevorstehende Spiel in Rom ist für Mourinho von Bedeutung, der zuvor drei Spielzeiten lang die Roma betreute und die Conference League 2022 gewann. Die Pressekonferenz wird seine erste Gelegenheit sein, die Kontroverse vor dem hochriskanten Champions-League-Duell anzusprechen.
